Hafen
Jiujiang Yinshawan Comprehensive Terminal, Provinz Jiangxi
Das Kombiterminal Yinshawan in Jiujiang befindet sich in der Gemeinde Liusi, Landkreis Hukou, Stadt Jiujiang, Provinz Jiangxi, am rechten Ufer des Einfahrtsabschnitts des nordöstlichen geraden Wasserwegs im mittleren und unteren Lauf des Jangtse-Flusses (116,391100° O, 29,846803° N). Es ist ein zentraler Drehkreuzhafen, der von der Provinz Jiangxi entwickelt wird, und bildet den funktionalen Kernbereich für Massengüter im Konzept „ein Hafen, fünf Zonen“ von Jiujiang.
Bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von 2,681 Milliarden Yuan umfasst das Terminal eine Landfläche von 613,3 Mu sowie eine geplante Uferlänge von 820 Metern. Es verfügt über sechs Liegeplätze für 5.000-Tonnen-Massengutschiffe, wobei die wasserbauliche Konstruktion zusätzlich für Schiffe bis 10.000 Tonnen ausgelegt ist. Die geplante jährliche Umschlagkapazität beträgt 22,8 Millionen Tonnen; hauptsächlich werden Massengüter wie Kohle und Erz geladen, entladen und umgeschlagen. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Optimierung der regionalen multimodalen Verkehrsstruktur aus Wasser-, Straßen- und Schienenverkehr.
Das Kernziel dieses Projekts besteht darin, bei schwerwiegenden Notfällen wie starken konvektiven Wetterereignissen, Schiffskollisionen, Bränden und Massengutaustritten eine „unterbrechungs- und verzögerungsfreie“ Kommunikationsnetzversorgung des Terminals sicherzustellen. Das System ist auf eine einheitliche Befehlsgebung und präzise Einsatzsteuerung über mehrere Abteilungen und Verwaltungsebenen ausgelegt, um einen sicheren Hafenbetrieb und eine hoch koordinierte Notfallrettung zu gewährleisten. Als zentraler Schifffahrtskorridor im mittleren Jangtse-Lauf liegt das Terminal in einem dynamischen, komplexen Umfeld. Extrembedingungen wie Hochwasser während der Regensaison, hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit im Sommer, Salznebelkorrosion, Behinderungen durch große Massengutlager sowie ein reger Schiffsverkehr stellen strenge Anforderungen an Stabilität, Störfestigkeit und Langlebigkeit der Kommunikationsgeräte.
Das neue generationelle Hafen-Notfallleit- und Versandsystem von Becke Telcom vereint Sprachversand, Videokonferenzen, GIS-Ortung und Datenaustausch auf einer einzigen Plattform. Horizontal verbindet es Kooperationseinrichtungen wie Hafen- und Schifffahrtsbehörden, Seeverwaltung, Katastrophenschutz, Feuerwehr, medizinische Dienste und öffentliche Sicherheitsbehörden. Vertikal besteht eine Verbindung zu nationalen, provinziellen, städtischen und kreisweiten Notfallzentren, sodass ein nahtloser Wechsel zwischen regulärer Sicherheitsüberwachung im Normalbetrieb und der Ereignisbewältigung im Notfall möglich ist – und eine stabile Kommunikationssicherheitslinie für Drehkreuzhäfen im mittleren Jangtse-Lauf geschaffen wird.
Drahtlose Kommunikation: Das vorhandene digitale Bündelfunksystem deckt 90 % der Uferbereiche ab, es bestehen jedoch Funklöcher in Massengutlagern und Förderbrücken. Das aktuelle 4G/5G-Publikumsnetz basiert auf Makro-Basisstationen und ist anfällig bei starkem Gewitter, Starkregen und starkem Wind. Es bestehen Risiken wie Basisstationsausfälle oder geneigte Funkmasten, wodurch die Kontinuität der Notfallkommunikation nicht gewährleistet werden kann.
Weitere Kommunikationswege: Die Fähigkeiten zur Notfallkommunikation sind begrenzt. Die vorhandenen Geräte decken nur einen Teil der grundlegenden Sprachkommunikationsanforderungen ab und unterstützen keine kritischen Bedürfnisse wie die HD-Videoübertragung von Einsatzorten oder Mehrparteienkonferenzen.
Interne Anforderungen: Zwölf Produktionseinrichtungen – darunter Versandzentrale, Lotsendienst, Verladeabrechnung, Portalkranbetrieb, Lagerverwaltung, Tankbereichsüberwachung, Sicherheits- und Umweltaufsicht sowie Wartungstechnik – benötigen eine rund um die Uhr bidirektionale Kommunikation. Es müssen vier unabhängige, sich nicht gegenseitig störende Kanäle für Befehlsgebung, Betrieb, Sicherheit und Notfallrettung eingerichtet werden. Zudem muss das System eine dynamische Gruppenzuordnung je nach Betriebsszenario unterstützen, um sich an vielfältige Aufgaben wie Massgutumschlag sowie Schiffsan- und -abfahrt anzupassen.
Externe Anforderungen: Es sind Ein-Klick-Direktverbindungen zu Einrichtungen wie der Seebehörde des Hafens Jiujiang, der Wasserfeuerwehr der Zweigstelle Jiujiang der Jangtse-Schifffahrts-Polizei, dem Volkskrankenhaus des Landkreises Hukou, Zoll- und Grenzkontrollbehörden einzurichten, inklusive hierarchischer Videokonferenzunterstützung. Zusätzlich sind Audio- und Videoschnittstellen für die Anbindung an Einsatzfahrzeuge des Provinz-Katastrophenschutzministeriums Jiangxi sowie das VTS-System der Jangtse-Seesicherheitsbehörde vorzusehen, um eine reibungslose regionale Notfallkoordination sicherzustellen.
Digitales Bündelfunknetz: Ein neues digitales Bündelfunksystem mit Vierträger-Basisstationen wird installiert, das eine dynamische Kanalzuordnung ermöglicht und eine lückenlose Signalabdeckung über das gesamte Terminal – einschließlich Lager, Liegeplätze, Förderbrücken und Tankanlagen – gewährleistet. Das System ist mit Handfunkgeräten, Bürotelefonen und festen Kommunikationsterminals wie dem industriellen wasserdichten Telefon EX-BT27 ausgestattet. Die Funkgruppen sind in vier Hauptszenarien gegliedert: Befehlsgebung, Betrieb, Sicherheit und Notfallrettung. Durch aktivierte Verschlüsselungstechnologien werden Kommunikationssicherheit gewährleistet und Abhörversuche verhindert.
Mobiler Notfall-Basisstationswagen: Ein individuell angepasster geländegängiger Kommunikationswagen wird eingesetzt, integriert mit 5G-Mikro-Basisstation, 350-MHz-Bündelfunkstation und Wi-Fi 6 Mesh-Selbstorganisationsmodul. Er verfügt über einen 18 Meter hohen Dachauslegemast sowie einen Generator, der einen vierstündigen Dauerbetrieb bei Volllast ermöglicht. Innerhalb von 15 Minuten nach Eintreffen am Einsatzort kann die Kommunikationsabdeckung von Öffentlichen Netzwerken und Bündelfunk in einem Radius von 3 Kilometern wiederhergestellt werden – und das Problem von Basisstationsausfällen bei Extremwetter gelöst werden.
Das System ist an das bestehende IP-Durchsage- und Lautsprechersystem des Terminals angebunden und um ein KI-Geräuscherkennungsmodul ergänzt. Dieses passt die Durchsagelautstärke automatisch an Umgebungsgeräusche wie Lagerbetriebslärm oder Schiffshörner an, um eine verständliche Anweisungsübermittlung zu gewährleisten. Es unterstützt bereichsbezogene Durchsagen nach Liegeplätzen, Lagerbereichen und Büros, zeitgesteuerte Ansagen sowie TTS-Text-to-Speech-Durchsagen und kann mit dem Brandmeldesystem verknüpft werden, um bei Notfällen automatische Bereichsdurchsagen auszulösen.

Hierarchische und rollenspezifische Schulung: Es wird ein dreistufiges Ausbildungskonzept aus „Theorie + Praxisbetrieb + Bewertung“ umgesetzt. Mitarbeiter im Fokusbereich lernen die Bedienung von Kommunikationsgeräten, schnelle Fehlerlokalisierung und grundlegende Störungsbehebung. Mittlere Führungskräfte befassen sich mit der Interpretation von Notfallplänen und abteilungsübergreifenden Ressourcenkoordinationsabläufen. Entscheidungsträger auf Führungsebene trainieren in Notfallsimulationen und übergreifenden Befehlsstrukturen, damit jede Ebene über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügt.
Standardisierter Übungsbetrieb: Vierteljährlich finden unskriptierte „doppelblinde“ Notfallübungen statt, um Kommunikationsausfälle durch Extremwetter und Schiffskollisionen zu simulieren und die Umschaltfähigkeit des Systems zu prüfen. Jährlich wird eine abteilungsübergreifende Gesamtübung unter Beteiligung der HafenSeebehörde Jiujiang, der Wasserfeuerwehr und lokaler Katastrophenschutzbehörden organisiert, ergänzt durch Begutachtung und Bewertung durch provinzielle Fachexperten. Innerhalb von 48 Stunden erfolgt eine Übungsauswertung, innerhalb von 72 Stunden die Optimierung und Überarbeitung der Einsatzpläne – zur kontinuierlichen Verbesserung nach dem Motto „jede Übung bringt Fortschritt“.