Tunnel
Notfall-Kommunikationslösung für ein unterirdisches Versorgungstunnelprojekt in Suzhou
Ausgestattet mit Überwachungszentrale, Versandplattform, Versorgungstelefonen und industriellen Notfallkommunikationsgeräten gewährleistet diese Lösung einen sicheren täglichen Betrieb sowie eine schnelle Reaktion auf Störfälle.
Dieser unterirdische Versorgungstunnel in Suzhou ist für die Aufnahme vielfältiger städtischer Versorgungsleitungen ausgelegt, darunter Wasserversorgung, Entwässerung, Strom, Gas, Telekommunikation sowie Rundfunk- und Fernsehleitungen. Das Projekt umfasst zudem ein städtisches Überwachungszentrale.
Durch die effiziente Nutzung unterirdischer Flächen maximiert der Versorgungstunnel die städtische Flächennutzung und unterstützt die grünen Entwicklungsziele des Wohn- und Stadtbauwesens.
Ein umfassender Versorgungstunnel beherbergt nicht nur städtische Versorgungsleitungen für Wasser, Entwässerung, Strom, Gas und Rundfunk, sondern auch zahlreiche Zusatzsysteme wie Stromverteilung, Beleuchtung und Überwachungstechnik. Dadurch entsteht ein hoher Aufwand für Inspektionen, Wartungen und Reparaturen im Tunnelinneren.
Da sich der Tunnel tief unter der Erde befindet und weit vom Erdreich getrennt ist, stehen im Inneren keine mobilen Funknetze zur Verfügung. Daher ist ein dediziertes Versorgungstunnel-Kommunikationssystem während der Leitungsverlegung, des täglichen Betriebs und der Wartung eines der zentralsten Unterstützungssysteme für einen sicheren und effizienten Betrieb.
Im Rahmen des Projekts wurde ein Notfallkommunikationssystem für den Versorgungstunnel installiert. Das System besteht aus einer Befehls- und Versandplattform im Überwachungszentrale sowie spezialisierten Versorgungstelefonen. Becke Communication lieferte die gesamten Tunneltelefone für dieses Vorhaben.
Im Überwachungszentrale des Tunnels ist eine visuelle Versandplattform implementiert, um verteilt angeordnete Überwachungs- und Kommunikationsendgeräte zentral zu verwalten. Ein Großbildschirm ermöglicht die Echtzeit-Videoüberwachung des gesamten Tunnels, damit bei Störfällen unverzüglich Notmaßnahmen eingeleitet werden können.
Geht im Tunnel ein Notruf ein, kann das Überwachungszentrale sofort das Bild der nächstgelegenen Kamera aufrufen, um Ort und Art des Vorfalls zu identifizieren. Nach Bestätigung der Alarmdaten können Bediener über die Versandkonsole zonenbasierte Durchsagen, streckenweite Ansagen oder tunnelweite Notfallrundfunktionen auslösen.
Wenn das Überwachungszentrale Personal im Tunnel kontaktieren muss, ruft es eine Lautsprecher-Sprechgruppe an. Alle Telefone dieser Gruppe geben den Anruf über integrierte Lautsprecher wieder. Das Tunnelpersonal kann das nächste Versorgungstelefon aufsuchen und den Anruf durch Abnehmen des Hörers annehmen. Sobald ein Gerät angenommen wird, stoppt die Wiedergabe an allen anderen Telefonen der Gruppe automatisch, und es entsteht eine bidirektionale Gesprächsverbindung zur Zentrale.
Versorgungstelefone sind in regelmäßigen Abständen im gesamten Tunnel installiert, um eine lückenlose Notruffunktion entlang der gesamten Strecke sicherzustellen. Zusätzlich können Mitarbeiter diese Geräte für die bidirektionale Gegensprechverbindung untereinander nutzen.
Bei einem Notfall können Tunnelmitarbeiter über das nächste Versorgungstelefon umgehend Kontakt zum Überwachungszentrale aufnehmen. Die Geräte sind mit Warnleuchten und wasserdichten Lautsprechern ausgestattet. Nach Alarmbestätigung durch die Zentrale lassen sich akustische und visuelle Warnsignale aktivieren, zudem werden vordefinierte Durchsagen abgespielt, um das Personal zur schnellen und sicheren Evakuierung anzuleiten.
Da jede Tunnelkammer mit kritischen städtischen Versorgungsleitungen bestückt ist, müssen alle installierten Notfalltelefone einen industriellen Schutz gegen Wasser, Staub, Korrosion und Oxidation aufweisen.
Je nach Umfeld im Tunnel kommen unterschiedliche Telefonmodelle zum Einsatz: In der Stromkammer wird das wasserdichte und korrosionsgeschützte Industrietelefon Becke EX-BT27 verwendet. In der Gaskammer sorgt das explosionsgeschützte Telefon EX-BH621 für die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen in Gefahrenbereichen.
Das Notfallkommunikationssystem erfüllt die mobilen Kommunikationsanforderungen unterschiedlicher Fachabteilungen im Tunnel. Es schafft eine flexible, zuverlässige Kommunikationsumgebung für Wartungspersonal, Diensthabende und Streifenmitarbeiter und gewährleistet zugleich die direkte Verbindung zu Leitstellenbetreibern und Führungskräften.