Energie
Notfallleit- und Versandsystem der Yunnan Dawei Kokerei Co., Ltd.
Das Notfallleit- und Versandsystem der Yunnan Dawei Kokerei Co., Ltd. (Tochtergesellschaft der Yunnan Qujing Kohle- und Koksgruppe) ist eine umfassende Sicherheitsmanagementplattform, die intelligente Überwachung, abteilungsübergreifende Zusammenarbeit und schnelle Notfallreaktion vereint. Es wurde zur Bewältigung plötzlicher Vorfälle bei der Gefahrstoffproduktion entwickelt. Im Folgenden wird das System anhand öffentlich verfügbarer Informationen in Bezug auf Architektur, Funktionsmodule, technische Anwendungen und praktische Anwendungsfälle analysiert.
Plattform auf Parkebene
Das System basiert auf der intelligenten Verwaltungsplattform des Huashan Chemieparks im Hochtechnologiebezirk Qujing. Es integriert sechs Kernmodule, darunter Sicherheitsinformationsmanagement, Überwachung großer Gefahren, Steuerung spezieller Betriebsvorgänge und agile Notfallreaktion. Diese Plattform ermöglicht die Echtzeitüberwachung und Datenanalyse von Produktionsbereichen sowie Gefahrstofftransportfahrzeugen.
Betriebliches Versandzentrum
Die Dawei Kokerei hat ein eigenes Notfallleitzentrum mit Großbild-Visualisierungssystem errichtet. Es unterstützt Echtzeit-Videoüberwachung, Sensordatenrückmeldung und eine nahtlose Verbindung zur Parkplattform, wodurch eine einheitliche Befehlsgebung und Informationsfreigabe sichergestellt werden.
Das System setzt Hochleistungs-Servercluster, zentrale Switches und Speichersysteme ein, um eine hochparallele Datenverarbeitung zu gewährleisten. Ein hybrides Kommunikationsnetz aus kabelgebundenen (Glasfaser/Ethernet) und drahtlosen (4G/5G) Technologien sorgt für eine stabile und zuverlässige Kommunikationsabdeckung in komplexen Industriebereichen.
Überwachung großer Gefahren
Schlüsselanlagen wie Methanoltanks und Verdichterräume werden rund um die Uhr per Videoüberwachung und Gasleckerkennung überwacht. Bei Überschreitung von Schwellenwerten werden automatisch optische und akustische Alarme ausgelöst.
Transportverwaltung
GPS-Ortungsgeräte überwachen Gefahrstofftransportfahrzeuge in Echtzeit, um Risiken wie Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Routenabweichungen zu verhindern.
Dynamische Ressourcendatenbank
Notfallteams, Fachkräfte, Fahrzeuge und medizinische Ressourcen werden in einem zentralen Ressourcenpool zusammengefasst und können per Ein-Klick-Versand aktiviert werden.
Geschlossene Aufgabenverwaltung
Notfallaufgaben (z. B. Abdichtung von Lecks, Brandbekämpfung) werden automatisch den nächstgelegenen Einsatzteams zugewiesen. Der Aufgabenfortschritt wird in Echtzeit verfolgt und bei veränderten Bedingungen dynamisch angepasst.
Videokoordination
Das System unterstützt die abteilungsübergreifende Videozusammenarbeit zwischen Feuerwehr, medizinischen Einheiten und Umweltbehörden, um eine gemeinsame Lageeinsicht und abgestimmte Entscheidungen zu ermöglichen.
GIS-basierte Ortung
Geoinformationssysteme (GIS) zeigen Unfallorte und Einsatzkräftepositionen an und optimieren Rettungsrouten sowie die Ressourcenbereitstellung.
Big-Data-Modelle simulieren historische Vorfälle wie Chemielecks und Brände, um optimierte Notfallempfehlungen zu generieren. KI-Algorithmen analysieren Videoströme, um Anomalien wie Personalzusammenbrüche, Flammen oder Rauch zu erkennen und die Reaktionszeiten erheblich zu verkürzen.
Das System ist kompatibel mit bestehenden industriellen Steuerungssystemen (z. B. DCS und SIS) und integriert Sensordaten zu Temperatur, Druck und Gaskonzentration zur einheitlichen Überwachung. Zudem ist es an behördliche Notfallplattformen angebunden, um Vorfälle automatisch dem Notfallmanagementamt von Qujing zu melden und eine abgestimmte Zusammenarbeit von Behörden und Unternehmen zu ermöglichen.
Es werden regelmäßig mehrszenarische Notfallübungen durchgeführt. Im Juni 2024 fand beispielsweise eine umfassende Methanol-Leckübung statt, die eine Ereigniskette aus Ventilbruch, Personalvergiftung, Brandausbruch und Umweltverschmutzung simulierte. Dadurch wurden dreistufige Reaktionsmechanismen und die Effizienz der abteilungsübergreifenden Koordination getestet. Bereits 2019 durchgeführte Übungen validierten die Notfallpläne und stärkten die Selbstrettungs- und Versandkoordinationsfähigkeiten der Mitarbeiter.
Einsatzkräfte vor Ort sind mit explosionsgeschützten Endgeräten ausgestattet, die Ein-Klick-SOS-Alarme und die Echtzeit-Videountersendung vom Einsatzort ermöglichen. Bei tatsächlichen Einsätzen wie der Behebung von Kohlenmonoxid-Lecks aktiviert das Versandzentrum automatisch Notfallpläne anhand der Alarmstufen und gibt Abschalt- und Evakuierungsbefehle aus, um menschliche Fehler zu minimieren.
Das System bildet einen geschlossenen Regelkreis von der Frühwarnung bis zur Vorfallbewältigung. Bei der Übung 2024 erfolgte eine abteilungsübergreifende gemeinsame Reaktion innerhalb von 15 Minuten, was eine hohe Betriebseffizienz unter Beweis stellte.
Geplante Systemerweiterungen umfassen vertiefte KI-basierte Vorhersagemodelle (z. B. Simulation der Leckausbreitung), eine erweiterte Abdeckung von IoT-Geräten (einschließlich intelligenter Wearables) sowie die Erforschung integrierter Anwendungen aus Industrie-Internet und Produktionssicherheitsmanagement.
| Modul | Kernfunktionen |
|---|---|
| Echtzeitüberwachung | Intelligente Videoanalyse, Sensor-Schwellenwertalarme, Gefahrstofffahrzeug-Ortung |
| Ressourcenversand | Dynamische Aufgabenverteilung, GIS-gestützte Rettungsbereitstellung, Materialbestandsverwaltung |
| Leitungs-Koordination | Abteilungsübergreifende Videokonferenzen, Notfallplan-Freigabe, mehrkanalige Befehlsübermittlung (SMS, Durchsage, App) |
| Datenanalyse | Vorfallsimulation, Generierung von Risiko-Wärmekarten, Bewertung der Einsatzeffektivität |
Durch die Kombination aus technologiegetriebenen Lösungen und koordinierten Betriebsmechanismen hat das Notfallleit- und Versandzentrum der Dawei Kokerei die Risikoprävention und -kontrolle bei der Gefahrstoffproduktion erheblich verbessert. Die tiefe Integration mit behördlichen Notfallplattformen – wie dem integrierten Notfallsystem von Qujing – liefert ein wertvolles Referenzmodell für die Chemieindustrie. Zukünftig sollen vorausschauende Wartung und Edge-Computing-Anwendungen weiter ausgebaut werden, um den zunehmend komplexen Produktionsumgebungen gerecht zu werden.