Dieses Dokument beschreibt hauptsächlich die Funktion des ferngesteuerten DTMF-Triggers für Gegensprechanlagen.
Alle Gegensprechgeräte unterstützen die ferngesteuerte Aktivierung von Ausgangsports über DTMF-Signale. Diese Funktion ist einfach und praktisch, sie ermöglicht die ferngesteuerte Türöffnung, Schrankenöffnung und weitere Anwendungen. Sie unterstützt Kunden bei der Umsetzung unbemannter Lösungen, etwa für unbemannte Parkplätze, Internetcafés, Fitnessstudios und vergleichbare Standorte.
Alle firmeneigenen Gegensprechgeräte: BPA2, BPA2S, Bi10, Bi10S, Bi10V, Bi10SV, Bi10D, Bi10SD, Bi16V, Bi12, Bi16S, Bi16SV und Bi18S.
Der ferngesteuerte DTMF-Trigger funktioniert auf zwei Arten:
Erste Methode: Besucher oder Fahrer drücken die Hilfstaste der Gegensprechanlage, um eine Schranke oder Tür zu öffnen. Nach Annahme des Anrufs und Prüfung der Situation gibt das Personal einen Trigger-Code am Telefon ein, worauf der Ausgangsport aktiviert und die Tür bzw. Schranke geöffnet wird.
Zweite Methode: Das Personal ruft die Gegensprechanlage an. Nach automatischer Anrufannahme durch das Gerät wird der Trigger-Code eingegeben, um den Ausgangsport zur Öffnung von Tür oder Schranke zu aktivieren. Die Arbeitsabläufe beider Methoden sind unten abgebildet.

(i16V – Anrufmodus)
(i16V – Empfangsmodus)

① Stellen Sie vor der Nutzung eine korrekte Verkabelung zwischen Gegensprechgerät, Schranke und Elektroschloss sicher;
② Bereiten Sie einen Konfigurations-PC vor und verbinden Sie PC, Telefon und Gegensprechgerät mit demselben lokalen Netzwerk, um eine uneingeschränkte Netzwerkverbindung zu gewährleisten.
Am Beispiel von Bi16V mit Elektroschloss, IP-Telefon und PC ist die grundlegende Netzwerkverbindung unten dargestellt:
Vor der Nutzung des ferngesteuerten DTMF-Triggers sind Konfigurationen an Gegensprechgerät und Telefon erforderlich. In diesem Abschnitt werden die Einstellungen anhand von i16V und A32i erläutert.
Jeder Ausgangsport ist werkseitig mit einem eindeutigen DTMF-Code versehen. Aktivieren Sie vor der Nutzung die DTMF-Funktion und passen Sie den Code bei Bedarf an. Die Einstellungsschritte lauten:
1) Anmelden im Web-Interface der Gegensprechanlage;
2) Zur Seite Sicherheitseinstellungen wechseln;
3) Unter Alarm-Trigger-Einstellungen → Ausgang 1/2 die Funktion Fern-DTMF-Trigger aktivieren;
4) Passenden DTMF-Trigger-Code nach Bedarf ändern;
5) Über Senden die Einstellungen speichern;
Während eines Anrufs mit der i16V kann über die Tastatur der Trigger-Code zur Öffnung von Schranke oder Tür eingegeben werden. Zusätzlich lässt sich eine DSS-Taste für die Ein-Klick-Aktivierung einrichten. Einstellungsschritte:
1) Anmelden im Web-Interface des IP-Telefons;
2) Zu Funktionstaste → Tastenkonfiguration wechseln;
3) Wählen Sie eine Taste aus, legen Sie den Typ auf DTMF fest und geben Sie den Trigger-Code der i16V ein;
4) Über Senden die Änderungen speichern;
Hinweis: Der am Telefon eingestellte Code muss mit dem Code der Gegensprechanlage übereinstimmen.
In der Praxis kann der DTMF-Trigger aus Verkabelungsfehlern, falscher Konfiguration, Übertragungsstörungen oder Netzwerkproblemen ausfallen. Folgende Schritte zur Fehlerbehebung:
1) Verkabelung prüfen
Überprüfen Sie die Verbindung zwischen i16V, Elektroschloss, Schranke und Warnleuchte auf korrekten Anschluss;
2) Funktionsprüfung der Ausgänge
Testen Sie weitere Trigger-Methoden. Falls nur der DTMF-Trigger defekt ist, fahren Sie mit weiteren Prüfungen fort;
3) Konfiguration überprüfen
Kontrollieren Sie die Aktivierung der DTMF-Funktion sowie die korrekte Code-Einstellung an Gerät und Telefon;
4) DTMF-Typ prüfen
Das Gerät unterstützt SIP Info und RFC2833. Stellen Sie den passenden Typ am Telefon ein:
① Anruf über SIP-Server: Unter Leitung → SIP-Einstellungen DTMF-Typ auf RFC2833 setzen;
② Direkter IP-Anruf: Unter Leitung → Grundeinstellungen DTMF-Typ auf RFC2833 setzen;
5) Paketaufzeichnung zur Analyse
Bleibt der Fehler bestehen, erfassen Sie Netzwerkpakete von Gerät, Telefon und Server und senden Sie diese an den technischen Support:
① Starten Sie die Web-Paketaufzeichnung an Gegensprechgerät und Telefon;
② Reproduzieren Sie den Fehlerfall;
③ Stoppen Sie die Aufzeichnung und speichern Sie die Dateien;
Anmerkung: Bei SIP-Server-Nutzung ist auch eine Server-Paketaufzeichnung erforderlich. Die Vorgehensweise variiert je nach Hersteller.