Ein Notruf erreicht eine Einsatzleitstelle von einem Feldkommunikationsendgerät. Das SIP-Konto identifiziert eine Einrichtung, die Asset-Datenbank listet einen anderen Installationspunkt auf, und der mit dem Ereignis verbundene mobile Einsatzmitarbeiter entfernt sich bereits von beiden Standorten. Welcher Position sollte der Dispatcher vertrauen?
Standortbasierte Notruffunktion bedeutet nicht einfach, ein Telefonsymbol auf eine GIS-Karte zu setzen. Eine Einsatzplattform muss bestimmen, wer oder was den Anruf ausgelöst hat, Standortinformationen aus der verfügbaren Quelle abrufen, deren Genauigkeit und Aktualität bewerten und sie in einer Form darstellen, die Bediener ohne Verzögerung nutzen können.
Ortsgebundene Notruftelefone, mobile Anwendungen, Funknutzer und temporäre Kommunikationsendgeräte liefern den Standort nicht auf dieselbe Weise. Ein zuverlässiges System wendet daher für jeden Endgerätetyp unterschiedliche Identifikationsmethoden, Validierungsregeln und Ausweichverfahren an. Es macht außerdem Unsicherheiten sichtbar, anstatt jede Position als gleich genau darzustellen.
Ein Standortdatensatz enthält mehr als Koordinaten
Längen- und Breitengrad sind nützlich, um ein Ereignis auf einer Karte zu verorten, aber sie sind nur ein Teil des operativen Standorts. Ein Dispatcher benötigt möglicherweise auch den Standortnamen, das Gebäude, die Etage, den Tunnelabschnitt, die Bahnsteignummer, den Raum, den Gerätebereich oder den nächsten Zugangspunkt.
Diese Unterscheidung ist in Industrieanlagen, Verkehrsnetzen und großen Geländen wichtig. Geografische Koordinaten können ein Einsatzkonto zum richtigen Gebäude leiten, geben aber wenig Hinweis darauf, welcher Eingang zu benutzen ist oder wo sich der Anrufer innerhalb des Gebäudes befindet. Ein beschreibender Standort liefert diesen fehlenden Kontext.
Ein vollständiger Standortdatensatz gibt auch an, wie die Position ermittelt wurde. Ein ortsgebundenes Notruftelefon kann einen genehmigten Installationsdatensatz verwenden. Eine mobile Anwendung kann eine aktuelle GNSS-Position senden. Ein Funknetz kann nur einen Basisstationsabdeckungsbereich liefern. Diese Quellen haben nicht dieselbe Genauigkeit oder operative Bedeutung.
| Standortfeld | Beispiel | Operativer Wert |
|---|---|---|
| Standort | Nördliche Verarbeitungsanlage | Identifiziert das verantwortliche Kontrollteam |
| Gebäude oder Struktur | Kompressorgebäude 2 | Engt den Einsatzbereich ein |
| Etage oder Zone | Ebene 3, Zone B | Leitet Einsatzkräfte innerhalb der Anlage |
| Koordinaten | Längen- und Breitengrad | Verortet das Ereignis auf der GIS-Karte |
| Standortquelle | Asset-Datensatz, GNSS oder Netzwerkschätzung | Zeigt, wie die Position ermittelt wurde |
| Zeitstempel | Vor 12 Sekunden aktualisiert | Gibt an, ob die Position aktuell ist |
| Genauigkeit | Auf etwa 20 Meter geschätzt | Hilft Bedienern, ihren praktischen Nutzen einzuschätzen |
| Verifizierungsstatus | Genehmigte Festinstallation | Zeigt, ob der Datensatz bestätigt wurde |
Die Einsatzoberfläche zeigt die wichtigsten Felder zusammen mit dem eingehenden Anruf an, während zusätzliche Details zur Überprüfung verfügbar bleiben. Bediener können nicht nur sehen, wo die Markierung erscheint, sondern auch, was der Standort repräsentiert und wie aktuell er ist.
Unterschiedliche Endgeräte offenbaren den Standort unterschiedlich
Die Methode zur Standortbestimmung hängt davon ab, ob der Anrufer mit einem festen Gerät, einem mobilen Endgerät, einem Funknetz oder temporärer Ausrüstung verbunden ist. Wenn man alle Endgeräte so behandelt, als würden sie Echtzeitkoordinaten liefern, entsteht ein falsches Sicherheitsgefühl.
Ortsgebundene Notruftelefone und Gegensprechanlagen
Ein ortsgebundenes Industrietelefon, ein explosionsgeschütztes Telefon, ein Fahrgast-Hilferufpunkt oder eine SIP-Gegensprechanlage haben normalerweise einen bekannten Installationsort. Das Gerät kann mit einem SIP-Konto, einer Nebenstelle, einer MAC-Adresse, einem Gateway-Port oder einer Asset-ID verbunden sein.
Wenn ein Anruf eingeht, sucht die Plattform anhand dieser Identität in einem genehmigten Asset-Datensatz nach. Der resultierende Standort kann einen Standort, ein Gebäude, eine Etage, eine Zone, eine Mastnummer, eine Tunnelmarkierung oder eine Kartierungskoordinate umfassen. Die Position bleibt nur zuverlässig, solange der Asset-Datensatz mit der physischen Installation übereinstimmt.
Analoge Geräte erfordern eine etwas andere Methode. Die Plattform kann das Telefon über das FXS-Gateway und den Port, über den der Anruf geführt wird, identifizieren. Jeder Port hat dann eine dokumentierte Beziehung zum angeschlossenen Feldtelefon. Werden Kabel oder Ports geändert, ohne die Datenbank zu aktualisieren, kann der angezeigte Standort falsch sein, obwohl der Anruf normal funktioniert.
Mobile Anwendungen und Smartphones
Ein mobiles Gerät kann seine Position über GNSS, WLAN, Mobilfunknetze oder eine Kombination von Quellen ermitteln. Die Anwendung kann Koordinaten senden, wenn die Notruffunktion aktiviert wird, und diese während des laufenden Vorfalls weiter aktualisieren.
Der mobile Standort ist zeitkritisch. Eine einige Minuten zuvor empfangene Position beschreibt möglicherweise nicht mehr den aktuellen Aufenthaltsort des Nutzers. Die Einsatzoberfläche zeigt daher den Zeitpunkt der letzten Aktualisierung und die gemeldete Genauigkeit an, insbesondere wenn sich der Anrufer bewegt.
In Innenräumen, unterirdischen Anlagen und dichten Industriegebäuden kann die GNSS-Leistung beeinträchtigt sein. Eine mobile Anwendung kann dann auf WLAN-Positionsbestimmung, zellulare Schätzungen oder einen zuvor bekannten Standort zurückgreifen. Der Bediener muss in der Lage sein, diese Alternativen von einer aktuellen, hochgenauen Messung zu unterscheiden.
Funk- und Push-to-Talk-Nutzer
Funksysteme identifizieren normalerweise einen Nutzer oder ein Endgerät über eine Funk-ID, ein Rufzeichen, eine Sprechgruppe, eine Handheld-ID oder eine fahrzeugmontierte Einheit. Einige professionelle Funk- und PoC-Endgeräte können auch GNSS-Koordinaten melden. Andere liefern nur die Basisstation, den Funkstandort oder den Abdeckungsbereich, der das Endgerät gerade versorgt.
RoIP-Integration kann Funknutzer von einer SIP-basierten Einsatzplattform aus erreichbar machen, aber ein RoIP-Gateway erzeugt nicht automatisch präzise Standortinformationen. Die verfügbare Position hängt vom Funknetz, den Endgerätefähigkeiten und den vom Funkmanagementsystem bereitgestellten Schnittstellen ab.
Wenn die Plattform nur weiß, dass ein Funknutzer über einen bestimmten Standort oder Kanal verbunden ist, sollte die Oberfläche einen geschätzten Betriebsbereich anstelle eines exakten Punktes anzeigen.
Temporäre und tragbare Kommunikationsausrüstung
Einsatzleitfahrzeuge, tragbare Satellitenterminals, temporäre SIP-Telefone und schnell einsetzbare Kommunikationskits können zwischen Einsätzen verlegt werden. Ihr Standort kann nicht dauerhaft mit dem Ort verbunden bleiben, an dem sie ursprünglich konfiguriert wurden.
Ein Einsatzverfahren kann erfordern, dass ein autorisierter Benutzer den aktuellen Standort, die Koordinaten, das verantwortliche Team und den Gültigkeitszeitraum festlegt, bevor das Gerät aktiv wird. Wenn der temporäre Einsatz endet, wird der Datensatz geschlossen oder als abgelaufen markiert.
Dies verhindert, dass ein tragbares Endgerät, das bei einem Einsatz verwendet wurde, bei einem späteren Einsatz anderswo am selben Standort erscheint.
Von der Anruferidentität zu einer verifizierten Position
Die Standortverarbeitung beginnt, wenn die Kommunikationsplattform einen Anruf oder ein Notfallereignis empfängt. Die Signalisierungsebene liefert eine Identität wie ein SIP-Konto, eine Telefonnummer, eine Geräte-ID, einen Gateway-Port oder eine Funknutzer-ID. Die Plattform verwendet diese Identität, um die entsprechende Standortquelle zu durchsuchen.
Ein praktischer Arbeitsablauf kann die folgenden Schritte umfassen:
-
Der Notruf erreicht den SIP-Server, die IP-TK-Anlage oder die Einsatzplattform.
-
Die Plattform liest die verfügbaren Identitäten des Anrufers und des Geräts.
-
Die Identität wird mit der Asset-Datenbank oder dem Benutzerverzeichnis abgeglichen.
-
Eine feste Position oder ein aktueller mobiler Standort wird angefordert.
-
Verfügbare Quellen werden gemäß vordefinierter Prioritätsregeln verglichen.
-
Zeitstempel, Genauigkeit und Verifizierungsstatus werden überprüft.
-
Das Ergebnis wird in ein gängiges GIS-Format konvertiert.
-
Die Einsatzoberfläche zeigt den Standort und die Vertrauensinformationen an.
-
Der Anruf und die Position werden demselben Vorfallsdatensatz zugeordnet.
Die Plattform kann mehrere mögliche Positionen erhalten. Beispielsweise kann ein mobiles Benutzerkonto einen registrierten Bürostandort, eine letzte bekannte Anwendungsposition und einen aktuellen GNSS-Messwert haben. Quellenauswahlregeln bestimmen, welches Ergebnis zuerst angezeigt wird und welche Alternativen zur Überprüfung verfügbar bleiben.
Eine aktuelle, genaue GNSS-Position kann nützlicher sein als eine registrierte Büroadresse. Ein verifizierter Festendgerät-Datensatz kann vertrauenswürdiger sein als eine schwache Netzwerkschätzung. Wenn die verfügbaren Informationen alt oder inkonsistent sind, macht die Oberfläche diese Einschränkung deutlich.
Die Plattform sollte niemals eine geschätzte oder veraltete Position so darstellen, als wäre sie ein verifizierter Echtzeitstandort.
Auch die Standortnormalisierung ist erforderlich. Eine Quelle kann geografische Koordinaten liefern, eine andere ein Gebäude und eine Etage, und eine weitere einen Funkabdeckungsbereich. Die Einsatzplattform übersetzt diese Formate in eine gemeinsame operative Ansicht, während sie Informationen über die ursprüngliche Quelle beibehält.
Verwandte Lösung: IP-Telefonie-Einsatzsystem für Einsatzleitstellen
Umgang mit fehlenden, veralteten und widersprüchlichen Positionen
Standortfehler werden nicht immer durch Ortungstechnologie verursacht. Viele beginnen mit betrieblichen Änderungen, die nie im System berücksichtigt wurden. Ein Telefon kann in ein anderes Gebäude verlegt werden, ein Gateway-Port kann neu zugewiesen werden, oder ein temporäres Endgerät kann den Datensatz von seinem vorherigen Einsatz behalten.
Mobile und Funkstandorte verursachen andere Probleme. Die letzte bekannte Position kann mehrere Minuten alt sein, GNSS- und WLAN-Quellen können widersprüchlich sein, oder das Funknetz identifiziert nur einen großen Abdeckungsbereich. Anstatt allen diesen Bedingungen einen einzigen Status zuzuweisen, kann die Plattform Standortdaten anhand von drei separaten Dimensionen bewerten.
| Dimension | Mögliche Werte | Was sie dem Bediener mitteilt |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | Verfügbar, Teilweise, Nicht verfügbar | Ob brauchbare Standortinformationen existieren |
| Aktualität | Live, Aktuell, Zuletzt verifiziert, Veraltet | Wie aktuell die Position oder ihre letzte Verifizierung ist |
| Vertrauenswürdigkeit | Verifiziert, Geschätzt, Widersprüchlich, Unbestätigt | Wie stark die verfügbaren Beweise die Position stützen |
Diese Dimensionen können gemeinsam auftreten. Ein mobiler Standort kann verfügbar, live und geschätzt sein. Ein Festinstallationsdatensatz kann verfügbar und verifiziert sein, wobei die Aktualität durch das Datum der letzten physischen oder administrativen Überprüfung dargestellt wird. Eine letzte bekannte mobile Position kann verfügbar, aber veraltet und unbestätigt sein.
| Kombinierter Zustand | Beispiel | Empfohlene Bedieneraktion |
|---|---|---|
| Verfügbar + Live + Verifiziert | Aktuelle mobile Position, bestätigt durch eine genehmigte Quelle | Als primäre Einsatzposition verwenden |
| Verfügbar + Live + Geschätzt | Aktuelle netzabgeleitete Position mit begrenzter Genauigkeit | Genauigkeitsbereich prüfen und bei Bedarf bestätigen |
| Verfügbar + Zuletzt verifiziert + Verifiziert | Festes Endgerät, geprüft gegen seinen physischen Installationsdatensatz | Verwenden, unter Berücksichtigung des Datums der letzten Verifizierung |
| Verfügbar + Veraltet + Unbestätigt | Letzte bekannte Position von mehreren Minuten zuvor | Nicht als aktuellen Standort des Anrufers behandeln |
| Verfügbar + Aktuell + Widersprüchlich | GNSS- und WLAN-Quellen zeigen unterschiedliche Bereiche an | Quellen vergleichen und mit dem Anrufer verifizieren |
| Nicht verfügbar | Keine brauchbare feste, mobile oder Netzwerkposition | Manuelles Standortbestätigungsverfahren befolgen |
Positionskonflikte
Wenn zwei Quellen widersprüchliche Angaben machen, kann die Plattform deren Aktualisierungszeit, Genauigkeit, Quellentyp und Verifizierungshistorie vergleichen. Der Bediener kann beide Positionen sehen, anstatt einen einzigen automatisch ausgewählten Punkt.
Die Abweichung kann auch auf ein Konfigurationsproblem hinweisen. Wenn ein festes SIP-Telefon eine Identität meldet, die mit einem anderen Gebäude verbunden ist, könnte die Asset-Datenbank oder die Endgerätekonfiguration falsch sein. Dieser Zustand sollte für eine Korrektur nach dem Vorfall protokolliert werden.
Letzte bekannte Position
Eine letzte bekannte Position kann die Reaktion immer noch unterstützen, wenn keine aktuelle Positionsbestimmung verfügbar ist, aber sie muss eindeutig gekennzeichnet sein. Die Anzeige kann zeigen, wann die Position empfangen wurde und ob sich der Benutzer zu diesem Zeitpunkt bewegte.
Eine Position, die vor zehn Minuten genau war, kann für ein stationäres Wartungsfahrzeug nützlich sein, aber für eine Person, die sich durch einen Verkehrsknotenpunkt bewegt, irreführend sein. Das akzeptable Alter hängt daher vom Endgerät und dem Betriebsszenario ab.
Manuelle Bestätigung
Sprache bleibt eine wichtige Verifizierungsmethode. Bediener können den Anrufer bitten, ein Gebäudeschild, eine Gerätenummer, einen Bahnsteig, eine Tunnelmarkierung oder ein nahegelegenes Wahrzeichen zu nennen. Die bestätigte Beschreibung kann dem Vorfall hinzugefügt werden, ohne die ursprünglich vom System generierten Daten zu überschreiben.
Die Aufbewahrung beider Datensätze gewährleistet die Nachvollziehbarkeit. Ermittler können später sehen, was die Plattform angezeigt hat, was der Anrufer gemeldet hat und welchen Standort der Dispatcher verwendet hat.
Von Standortdaten zu Einsatzentscheidungen
Ein Standort wird nützlich, wenn er ändert, was die Einsatzleitstelle als Nächstes tut. Sobald eine brauchbare Position verfügbar ist, kann die Plattform einen Bediener auswählen, nahegelegene Ressourcen identifizieren und die mit diesem Bereich verbundenen Kommunikationswerkzeuge öffnen.
Standortbasierte Anrufweiterleitung
Anrufe von verschiedenen Standorten oder Dienstbereichen können an die zuständige Einsatzgruppe weitergeleitet werden. Ein Endgerät in einem Werk kann zuerst seine lokale Kontrollraum erreichen, während ein Ereignis von einer entfernten Station direkt an ein regionales Zentrum gehen kann.
Die standortbasierte Weiterleitung erfordert auch einen Ausweichpfad. Wenn die zuständige Gruppe nicht verfügbar ist, kann der Anruf an einen alternativen Bediener weitergeleitet werden, ohne dass die ursprünglichen Standort- und Quellinformationen verloren gehen.
Nahegelegene Kameras und Feldressourcen
Die Position kann Kameras, Alarmeingänge, Zugangspunkte, Rufzonen und Funkgruppen identifizieren, die mit dem Vorfallsbereich verbunden sind. Anstatt mehrere Systeme zu durchsuchen, erhält der Bediener eine fokussierte Liste relevanter Ressourcen.
Eine Karte kann auch Einsatzkräfte, Fahrzeuge, Geländeeingänge und Sperrgebiete anzeigen. Der Dispatcher kann dann bewerten, welches Team sowohl nah genug als auch qualifiziert für die Reaktion ist.
Der nächste Responder ist möglicherweise nicht der richtige Responder, wenn Zugangsbeschränkungen, Gefahrenzonen, Gerätequalifikationen oder blockierte Routen nicht berücksichtigt werden.
Bereichsbenachrichtigung und koordinierte Reaktion
Ein Notfallstandort kann mit einer Rundfunkzone abgeglichen werden, sodass Anweisungen den betroffenen Bereich erreichen, ohne nicht beteiligte Standorte zu stören. Dasselbe Ereignis kann auch an eine lokale Funkgruppe, ein Wartungsteam oder eine Sicherheitseinheit gesendet werden.
Anrufe, Karten, Video, Alarme, Aufzeichnungen und Einsatzentscheidungen bleiben mit einer einzigen Vorfallskennung verbunden. Dies gibt der Einsatzleitstelle einen durchgehenden Datensatz vom ersten Anruf über Verifizierung, Reaktion und Abschluss.
Zuverlässigkeit, Sicherheit und Verifizierung
Die standortbasierte Notruffunktion führt Abhängigkeiten ein, die über den Sprachpfad hinausgehen. Ein Anruf kann immer noch verbunden werden, wenn der GIS-Server, die Asset-Datenbank oder der Ortungsdienst nicht verfügbar ist. Das System benötigt daher einen definierten Betriebsmodus mit reduzierter Funktionalität.
Wenn eine Live-Position nicht abgerufen werden kann, kann die Plattform den zuletzt verifizierten festen Datensatz oder eine lokal zwischengespeicherte Standortbeschreibung anzeigen. Wenn der Kartendienst ausfällt, kann der Bediener immer noch den Gebäudenamen, die Zone und den Endgerätenamen als Text erhalten. Der Ausfall des Standortdienstes darf nicht verhindern, dass der Notruf entgegengenommen wird.
Schutz von Standortdatensätzen
Unautorisierte oder versehentliche Änderungen an Standortdaten können Einsatzkräfte an die falsche Stelle schicken. Asset-Datensätze, Gateway-Port-Zuordnungen und temporäre Einsatzpositionen erfordern rollenbasierte Zugriffe und Änderungsprotokollierung.
Jede Änderung kann den vorherigen Wert, den neuen Wert, den Bediener, die Uhrzeit und den Grund für die Änderung aufzeichnen. Mobile Standortdaten erfordern ebenfalls einen kontrollierten Zugriff, da sie die Bewegungen von Personal oder Fahrzeugen offenbaren können.
Pflege von Datensätzen fester Geräte
Feste Notfallendgeräte erfordern eine regelmäßige Überprüfung. Datensätze sollten auch nach Gebäudeänderungen, Geräteaustausch, Netzwerkmigration, Gateway-Neuverkabelung oder Umzug eines Telefons oder einer Gegensprechanlage überprüft werden.
Eine praktische Inspektion vergleicht das physische Etikett, das SIP-Konto, den Gateway-Port, die Asset-Nummer, die beschreibende Position und die GIS-Markierung. Jegliche Abweichungen werden korrigiert, bevor das Endgerät wieder in Betrieb genommen wird.
Testen des gesamten Arbeitsablaufs
Die Inbetriebnahme muss mehr testen, als ob ein Kartensymbol erscheint. Empfohlene Szenarien umfassen:
-
Anruf von einem festen Industrietelefon und Überprüfung seiner registrierten Position
-
Anruf über ein Analog-Gateway nach Änderung des angeschlossenen Ports
-
Bewegen eines mobilen Endgeräts, während ein Notfallereignis aktiv bleibt
-
Bereitstellung einer absichtlich veralteten mobilen Position
-
Senden widersprüchlicher GNSS- und WLAN-Standortergebnisse
-
Testen eines Funknutzers mit nur Abdeckungsbereichsinformationen
-
Einsatz eines temporären Endgeräts an einem neuen Einsatzort
-
Deaktivieren des GIS-Dienstes bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Sprachkommunikation
-
Unterbrechung des Zugriffs auf die zentrale Asset-Datenbank
-
Überprüfung, ob nahegelegene Kameras und Rufzonen mit dem Ereignisort übereinstimmen
-
Prüfung von Berechtigungen und Protokollen für Standortdatensatzänderungen
-
Bestätigung, dass Aufzeichnungen und Standortdaten demselben Vorfall zugeordnet bleiben
Die standortbasierte Notruffunktion ist nur dann nützlich, wenn die angezeigte Position verstanden und vertraut werden kann. Eine Kartenmarkierung ohne verifizierte Identität, Zeitstempel oder Quelle kann falsches Vertrauen erzeugen und Einsatzkräfte in die falsche Richtung schicken.
Ein zuverlässiges Einsatzleitstellen-Design verbindet Anruferidentität, feste Asset-Datensätze, Live-Ortungsdienste und GIS-Operationen über einen kontrollierten Arbeitsablauf. Es macht auch Unsicherheiten sichtbar, sodass Dispatcher zwischen einer verifizierten Position, einer Schätzung, einem veralteten Datensatz oder einem noch bestätigungsbedürftigen Standort unterscheiden können.
FAQ
Können mehrere Einsatzleitstellen dieselben Standortdatensätze teilen?
Ja. Zentrale, regionale und lokale Einsatzleitstellen können eine gemeinsame Standortdatenbank oder synchronisierte Datensätze verwenden. Die Architektur muss definieren, welches System den Master-Datensatz besitzt, wie Aktualisierungen verteilt werden und wie Konflikte behandelt werden, wenn zwei Zentren dieselben Informationen ändern.
Wie sollten Innenraumpläne mit GIS-Daten abgeglichen werden?
Innenraumpläne und GIS-Markierungen sollten konsistente Gebäude-, Etagen-, Raum- und Gerätekennungen verwenden. Wenn sich ein Grundriss ändert, sollten die Zeichnungsversion, der Asset-Standort und die Notfallkarte über denselben Änderungskontrollprozess aktualisiert und vor Ort überprüft werden.
Was passiert, wenn Einsatzorganisationen unterschiedliche Kartensysteme verwenden?
Die beteiligten Systeme benötigen eine gemeinsame Methode zum Austausch von Koordinaten, Standortkennungen und beschreibenden Standortfeldern. Die Konvertierung zwischen Kartenformaten sollte getestet werden, damit derselbe Vorfall nicht auf verschiedenen Einsatzplattformen an unterschiedlichen Positionen erscheint.
Wer sollte den Standort eines temporären Endgeräts genehmigen?
Die Genehmigung kann einem autorisierten Standortverantwortlichen, einem Kommunikationsadministrator oder einer Einsatzleitungsrolle zugewiesen werden. Der Datensatz sollte den Einsatzort, die verantwortliche Person, die Aktivierungszeit und die Ablaufbedingung enthalten, damit veraltete temporäre Positionen nicht wiederverwendet werden.
Kann die standortbasierte Notruffunktion ohne kontinuierliche Mitarbeiterverfolgung funktionieren?
Ja. Feste Geräte können registrierte Installationsdatensätze verwenden, während mobile Standorte nur erfasst werden können, wenn eine Notruffunktion aktiviert wird oder wenn es ein autorisierter betrieblicher Arbeitsablauf erfordert. Die Erfassungsmethode sollte dem tatsächlichen Sicherheitsbedarf entsprechen, und der Zugriff sollte eingeschränkt bleiben.